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Der Sachs 650 Motor und seine Eigenheiten, eine kleine Problemsammlung

  • .Der Vollständigkeit halber, und weil wiederholt Anfragen diesbezüglich eintrafen:


    Ein paar Erfahrungswerte um den Motor und deren Gemischaufbereitung und mögliche Ursachen für seltsames Fahrverhalten:



    Bei der Sachs Roadster 650 (Motor der Suzuki XF 650) sind drei Drosseln verbaut:
    einmal der Drosselklappensensor, welcher bei Vollgas in den ersten und zweiten Gang auf Frühzündung umstellt, dann ein Kabel unter dem Tank welches der CDI den ersten und zweiten Gang signalisiert und eine entschärfte Zündkurve einstellt ( ist dieser gezogen denkt die CDI es ist ein höherer Gang eingelegt und nimmt die normale Zündkurve)
    und zum dritten ein Unterdruck-Schlauchsystem welches die Gasschieber beim schnell aufreissen des Gashahns in den unteren Gängen hemmt. (Ventil lässt Unterdruck über den Gasschiebern zusammenbrechen)



    Diese wurden seitens Suzuki eingebaut um den Europ. Lärm und Abgasvorschriften zu genügen, zudem um ungeübte Fahrer nicht zu überfordern und die Maschine leichter handelbar zu machen. Das Sekundärluftsystem ist uns zum Glück erspart geblieben, in einigen Ländern wurde dies zudem verbaut.



    Diese Drosseln, speziell das Unterdruck Schlauchsystem bereiten gerne mal Probleme: Undichte (poröse) Schläuche, abgezogene Schläuche >Motor zieht Falschluft oder Der Unterdruck über den Vergaserschiebern bricht zusammen und hebt diesen samt Nadel nicht vollständig nach oben, defektes Unterdruck Steuerventil (sitzt unter dem Vergaser). Wenn man dieses entfernt ( Bei XF Fahrern recht üblich und erprobt ) muss man die Anschlüsse am Ansaugstutzen und den Vergasern dicht verschließen! Weitere Nachteile entstehen nicht, oder sind bis dato nicht bekannt/dokumentiert.



    Zu Euerer Sicherheit sei gesagt:



    Aber Achtung: nur auf eigene Gefahr, dadurch erlischt die Betriebserlaubnis des Motorrades und im Falle eines Unfalls erlischt auch euer Versicherungsschutz!


    Noch etwas zum XF Motor:


    Neutrallichtschalter:


    Größte Vorsicht ist geboten wenn trotz eingelegtem Leerlauf das Neutrallicht nicht brennt:
    Eine Krankheit des Motors ist eine sich lockernde Schraube(-n) des Motorinternen Neutrallichtschalters, wenn die sich lösen (Anzeichen: Neutrallicht geht sporadisch/ fällt aus) verteilen sich im Kurbelkasten und im Getriebe zwei Schrauben ein Eisenstift und eine Feder, was über kurz oder lang zum (Wirtschaftlichen-) Totalschaden führen kann oder besser wird.
    Aber bevor ihr gleich den Motor zerlegt, erst die Neutrallichtbirne, das Kabel usw bis ihr unten angekommen seid abchecken!


    Ölablasschraube:


    Empfehlenswert ist auch immer eine Magnetische Ölablassschraube samt neuen Kupfer-Dichtring (unbedingt Anzugsdrehmoment beachten!), die unter glücklichen Umständen ein paar Teile einfängt und euch damit einen gehörigen Schrecken beim nächsten Ölwechsel einjagt. Neben losen Teilen hällt sie auch zuverlässig einiges an metallischen Abrieb und Spänen fest.


    Ständig undichter Zylinderkopf:


    Undichtigkeiten am Zylinderkopf haben oft an der Zylinderkopfbefestigung ihren Uhrsprung (zu fest) einige geplagte XF Fahrer haben sie entfernt oder mit weniger Drehmoment angezogen damit es zu weniger Verspannungen kommt.


    Bockiges Fahrverhalten:


    Am Doppelvergaser sind mittig dicke Schläuche montiert die in den Luftfilterkasten führen (Be- und Entlüftungen), diese müssen penibelst verlegt sein: kommt es da zu einem Knick oder einer Undichtigkeit läuft die Maschine bockig wie ein Esel!


    Mangelnde Spritzufuhr:


    Der Vergaser besitzt IM Bezinhahnstutzen einen Benzinfilter der quasi Unsichtbar ist, man sieht nur seinen oberen Plastikschaft. Benzinschlauch abziehen, und mit dem Fingernägeln den Plastikring /schaft nach oben heben, daran befindet sich der Filter.



    @Quellen: XF650.de, Dr650.de, AV-Rider.com und eigene Erfahrungswerte.



    Weitere eigene Erfahrungen um den Motor und Vergaser können gern hier drunter ergänzt werden!




    Grüße, der XF-Schrauber Andreas.


    ..

  • Bei der Sachs Roadster 650 (Motor der Suzuki XF 650) sind drei Drosseln verbaut:
    einmal der Drosselklappensensor, welcher bei Vollgas in den ersten und zweiten Gang auf Frühzündung umstellt, dann ein Kabel unter dem Tank welches der CDI den ersten und zweiten Gang signalisiert und eine entschärfte Zündkurve einstellt ( ist dieser gezogen denkt die CDI es ist ein höherer Gang eingelegt und nimmt die normale Zündkurve)
    und zum dritten ein Unterdruck-Schlauchsystem welches die Gasschieber beim schnell aufreissen des Gashahns in den unteren Gängen hemmt. (Ventil lässt Unterdruck über den Gasschiebern zusammenbrechen)

    Hallo,


    Frage: Woher kommt die Info "1./2. Gang eingelegt?" Das Getriebe hat hier meines Wissens keinen diesbezüglichen Schalter, der dies meldet und die CDI erhält auch keine Impulse über die aktuelle Geschwindigkeit?


    Gruß Ralph

  • Aha, da haben wir schon mal mein Problem ausführlich geklärt Danke Andreas.

  • einmal der Drosselklappensensor, welcher bei Vollgas in den ersten und zweiten Gang auf Frühzündung umstellt, dann ein Kabel unter dem Tank welches der CDI den ersten und zweiten Gang signalisiert und eine entschärfte Zündkurve einstellt ( ist dieser gezogen denkt die CDI es ist ein höherer Gang eingelegt und nimmt die normale Zündkurve)
    und zum dritten ein Unterdruck-Schlauchsystem welches die Gasschieber beim schnell aufreissen des Gashahns in den unteren Gängen hemmt. (Ventil lässt Unterdruck über den Gasschiebern zusammenbrechen)

    Also, jetzt habe ich nochmal nachgeschaut:
    Basierend auf dem Schaltplan der Suzuki XF 650, gab und gibt es keinen Sensor am Getriebe, welcher der CDI-Einheit (oder einem anderen Steuersystem) einen bestimmten Gang meldet.
    In der XF gibt es einen digitalen Tachosensor. Dessen Signal wird im Tacho aufbereitet oder durchgeschleift und an die CDI weitergeleitet. Mit Hilfe dieses Tachosignales (und der Drehzahl, ermittelt aus der Frequenz des pick-ups) könnte die CDI errechnen, welcher Gang eingelegt ist und das Magnetventil am Vergaser entsprechend betätigen.


    Die Sachs 650 besitzt dagegen keinen elektronisch verwertbaren Tachogeber. Die Ansteuerung des Magnetventiles am Vergaser geschieht hier anders.


    Gruß Ralph