Vorwort:
Jeden Sommer singen alle „Ab in den Süden“, für uns lautete der Text in 2025 „Ab in den Norden“.
Nach Indys schönen Reiseberichten habe ich Lust bekommen, von unserer Lofotenreise 2025 zu berichten. Vorweg, es war ein tolles Abenteuer:
Wie heißt es doch so schön, nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Kaum waren wir also von unserer Deutschlandreise 2024 zurück, begannen die Planungen 2025. Eine Reise zu den Lofoten. Lange spielten wir mit dem Gedanken auch ans Nordkap zu fahren, entschieden uns letztendlich aber dagegen.
Wie immer wollten wir einen Tag fahren und dann mindestens zwei Nächte vor Ort bleiben, um die Gegend zu erkunden. An einigen Orten sollten es auch drei Nächte werden.
Für die Lofoten selber planten wir 5 Tage ein.
Übernachten wollten wir in Wohnungen und Hotels, die wir uns über Buchungsportale suchten.
Da wir möglichst viel Zeit unserer geplanten Reise im Zielland Norwegen verbringen wollten, planten wir die An- und Abreise mit den Fähren der „Finnlines“ und „Color Line“, sowie dem finnischen Autozug „VR“.
Und dann kam der Sommer. Getreu Goethes Motto „Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.“, machten wir uns dann mit Phönix - unserer KTM 890 Adventure - auf unsere vierwöchige Reise.
Tag 1: Auf nach Travemünde
Es ist Donnerstagabend und trotz der grauen Wolken sind wir mutig und lassen die Regenhosen im Koffer. Bis zu unserem heutigen Ziel, dem Hafen von Travemünde, sind es nur 71 Kilometer.
Unser Mut wird nicht belohnt und nach knapp 25 Kilometern halten wir auf einem Parkplatz an und schlüpfen in die Regenhosen. Unsere Lederjacken sind wasserdicht.
Am Hemmelsdorfer See haben wir für 19.00 Uhr einen Tisch im „Lakehouse 54°“ reserviert und verbringen dort die Zeit bis zum Einchecken. Nach einem leckeren Essen schauen wir uns noch ein bisschen am See um und machen uns gegen halb zehn auf die letzten 14 Kilometer zum Fährterminal.
Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen, die Regenhosen bleiben wieder im Koffer und nach einem kurzen Tankstopp erreichen wir den Check-in. Wir bekommen unsere Dokumente, fahren an den wartenden Autos vorbei und reihen uns in die Schlange der wartenden Motorräder ein. Gegen 23.00 Uhr werden wir vom Safetycar auf die MS „Finnstar“ gebracht.
Da wir entspannt anreisen möchten und zwei Nächte an Bord verbringen werden, haben wir uns eine etwas luxuriösere Kabine gegönnt. Nachdem wir alles verstaut haben, gehen wir an Deck. Während wir unseren Begrüßungsschluck genießen, beobachten wir, wie ein Container nach dem anderen an Bord gezogen und verstaut wird. Dabei bestaunen wir die Fahrkünste der Fahrer, die alle Boxen sicher und schnell an ihren Platz rangieren.
Noch bevor die „Finnstar“ ihre Leinen um 02.00 Uhr loswirft und in See sticht, sind wir in unserer Suite verschwunden und eingeschlafen.